1. Bestand eindeutig erfassen
Notiere für jede Karte Set, Kartennummer, Sprache, Variante, Zustand und Stückzahl. Trenne Reverse Holo, reguläre Holo und besondere Promos. Bei gegradeten Karten gehören Anbieter und Note dazu. Doppelte Erfassung und falsch zugeordnete Varianten verfälschen die Summe stärker als kleine tägliche Preisbewegungen.
2. Bewertungsbasis festlegen
Wähle einen Markt und eine Währung. Ein Cardmarket-Referenzwert und ein umgerechneter US-Preis beschreiben nicht automatisch dieselbe Verkaufssituation. Dokumentiere Quelle und Datum. Fehlende Preise bleiben unbekannt; sie sind weder wertlos noch ein Grund, sie mit einem beliebigen ähnlichen Wert aufzufüllen.
3. Marktwert und Erlös trennen
Angenommen, 20 Karten ergeben zusammen 500 € Referenzwert. Bei einem beispielhaften Abschlag von 15 % für einen Paketverkauf wären es 425 € vor weiteren Kosten. Der Abschlag ist frei gewählt, keine Marktregel. Einzelverkauf kann mehr einbringen, benötigt aber Zeit, Käufer und einzelne Sendungen.
4. Veränderungen richtig lesen
Eine höhere Portfoliosumme kann aus neuen Karten, einer besseren Zuordnung oder neuen Preisen entstehen. Vergleiche denselben Bestand zum selben Bewertungsmaßstab. Prüfe auffällige Sprünge einzelner Karten, bevor du daraus einen allgemeinen Markttrend ableitest.